Meine Schuhobjekte wurden aus handelsüblichen Schuhen gefertigt. Diese habe ich zum Teil speziell dafür gekauft und zum Teil habe ich sie geschenkt bekommen. Die ersten Schuhe musste ich noch teuer erwerben, da ich das Motiv der Glasschuhe aus Cinderella aufgreifen wollte, inzwischen ist der Plexiglasabsatz auch im Mainstream angekommen. Bei der Bearbeitung des Schuhs habe ich mich eher an der grimmschen Fassung des Märchens bedient, denn die Sole ist mit wächsernen roten Ausbuchtungen versehen, die an blutige Überreste erinnern können. Darüber müssen wir nun zur Inhaltlichen Komponente dieser Arbeiten kommen. Denn heute sind High Heels oft untrennbar mit einem kritisch zu sehenden Frauenbild verknüpft. Schönheit wird um jeden Preis gefordert, auch wenn damit gesundheitliche Probleme verbunden sind. Oft ist das, was einem da als High Heel angeboten wird fast vollkommen untragbar und diesen Aspekt der Untragbarkeit wollte ich in vielen dieser Arbeiten herausstellen. Folglich habe ich mit Nadeln, Kunststoffteilen, die spitz zulaufen und allerlei anderen Materialien gearbeitet, die diese Aspekte unterstützen. Ebenso wollte ich den übertriebenen Luxusgedanken, der mit Mode und Schuhen einhergeht, kritisch betrachten. Durch die Verwendung von zahlreichen Perlen, Süßwasserperlen, echten Edelsteinen oder in einzelnen Paaren Teilen aus Sterlingsilber wollte ich dies verdeutlichen. Dazu sollte auch die absichtlich gewählte Opulenz dienen, die mitunter einer ausgewogenen Ästhetik widerspricht.